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Schule Oberwiese

Für die Mehrheit der Menschen ist die Lautsprache das wichtigste Hilfsmittel zur Kommunikation. Es gibt allerdings eine nicht geringe Anzahl von Schülern, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht oder nicht hinreichend mit der Lautsprache verständlich machen kann.

Um die Kommunikationsmöglichkeit nicht-sprechender Schüler zu verbessern, bemühen wir uns, ihnen Hilfsmittel, Techniken oder Strategien zur Verfügung zu stellen.

Eine unterstützende Kommunikation sollte nicht-sprechende Schüler in erster Linie aus ihrer kommunikativen Not befreien. Schüler ohne Lautsprache befinden sich in einer extremen Abhängigkeit von ihrer Umwelt. Die eingeschränkten Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen, und die Gefahren der Fehldeutung ihrer Signale führen zu vielen Erfahrungen der Hilflosigkeit und können in einer resignativen oder auch aggressiven Haltung enden.

Die Bereitstellung von Kommunikationsmethoden kann dazu beitragen, dass die Motivation eines Kindes zur lautsprachlichen Äußerung gefördert wird.


Unterstützende Kommunikationsmittel
  1. Körpereigene Kommunikationsformen

    Auch alle, die die Lautsprache zur Kommunikation einsetzen, benutzen körpereigene Kommunikationsformen:
    • Ja / Nein - Signale über Kopfnicken
    • Hand- und Fußsignale (besondere Zeichen - z. B. für das Telefonieren)
    • Gestik und Mimik
    • Gebärden
    Da es eine Vielzahl von Kindern gibt, die einen hohen Förderbedarf im Bereich Sprachverständnis und Sprechen aufweisen und große Probleme haben, an der Kommunikation angemessen teilzunehmen, haben die Lehrerinnen unserer Schule einen entsprechenden Beschluss gefasst, der regelt, dass ein einheitliches Gebärdensystem eingeführt wird. Die lautsprachbegleitenden Gebärden stammen aus dem Buch “Schau doch meine Hände an”. Jede Woche gibt es eine “Gebärde der Woche”, die im Schulgebäude aushängt und von den Schülern gelernt wird. An der Lebenswirklichkeit des Kindes orientiert, sind Gebärden aus den Bereichen “Alltag”, “Lebensmittel” und “Freizeiterziehung” besonders relevant.

  2. Externe Kommunikationshilfen
    • Nichtelektronische Kommunikationsmittel
    • Kommunikationstafeln oder Kommunikationsbücher
    • Bildkarten (Fotos, Zeichnungen, Piktogramme)
    • Elektronische Kommunikationsmittel
    • Computer mit entsprechenden Programmen, Geräte mit synthetischer oder digitaler Sprachausgabe
Zur Anbahnung von Kommunikation hat die Schule einen Koffer mit unterschiedlichen Geräten (z. B. Step-by-Step; big-mack, etc.) angeschafft, die die Lehrer zusammen mit den betreffenden Schülern ausprobieren können.

Seit dem Schuljahr 2004/5 gibt es eine Talker- und Gebärdengruppe, die sich einmal in der Woche trifft, um zu kommunizieren. Die Gruppe bietet den Schülern neben der Förderung in den jeweiligen Klassen ein Forum, in dem es um ihre kommunikativen Bedürfnisse geht. Dabei sind Erlebnisse aus dem Schulalltag oder das Erzählen vom Wochenende wichtige Themen für die Schüler.

Die Förderung der Kommunikation ist an unserer Schule ein zentrales und durchgängiges Unterrichtsprinzip.


Neben Fördermaßnahmen im Kontext des alltäglichen Unterrichts und der individuellen Förderarbeit gibt es bei Bedarf auch Therapieangebote durch externe Fachleute an unserer Schule.
Sie finden diesen Text im Internet unter: http://www.schule-oberwiese.de/doc1274A.html


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