Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS)
Mehr als 10% der Schüler unserer Schule gehören mit ihrer Behinderung in den Bereich der Autismus-Spektrum-Störungen (ASS).
Dabei handelt es sich um eine Tiefgreifende Entwicklungsstörung, welche vermutlich multifaktoriell bedingt ist.
Lange haben Fachkräfte nur zwischen dem Frühkindlichen Autismus, der sich vor dem dritten Lebensjahr manifestiert und dem Asperger-Syndrom, dessen Symptomatik oft erst in der späteren Entwicklung auftritt, unterschieden. Inzwischen spricht man jedoch von einem autistischen Spektrum, das von geistiger Behinderung (Frühkindlicher Autismus), High functioning über normale Intelligenz (Asperger) bis zur Begabungsspitze und Inselbegabung reicht (Asperger Autismus). Gemeinsam ist allen Erscheinungsformen und Schweregraden eine veränderte Wahrnehmungsaufnahme und -verarbeitung.
Für die Diagnosestellung sind folgende Kriterien wesentlich:
1. Auffälligkeiten der gegenseitigen sozialen Interaktion,
2. Auffälligkeiten in Kommunikation und Sprache,
3. wiederholende, stereotype Verhaltensweisen.
Die Schule Oberwiese, als eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung beschult schwerpunktmäßig Schüler mit der Diagnose Frühkindlicher Autismus, weil damit eine geistige Behinderung einhergeht.
Schüler mit Autismus benötigen eine Lernumgebung, die die Folgen einer andersartigen Wahrnehmungsverarbeitung berücksichtigt:
1. Unterricht in kleinen Gruppen,
2. Arbeit in einem möglichst reizarmen Raum,
3. Berücksichtigung von TEACCH Prinzipien.




