Im Schuljahr 09/10 besuchen 189 SchülerInnen die Schule Oberwiese. Sie sind zwischen 6 und 21 Jahren alt und werden in 18 Klassen unterrichtet.
Unsere Klassen sind in einem Stufensystem organisiert. Die SchülerInnen besuchen der Reihe nach die
- Vorstufe,
- Unterstufe,
- Mittelstufe,
- Oberstufe sowie die
- Berufspraxisstufe.
Außerdem gehen 51 LehrerInnen, 5 LehramtsanwärterInnen, 22 Zivildienstleistende, Praktikantinnen, IntergrationshelferInnen in unsere Schule sowie 1 Ergotherapeut, 3 Krankengymnastinnen und ebenso viele SprachtherapeutInnen.
Allen Schülern an unserer Schule fällt vieles beim Lernen besonders schwer, aber wir lassen uns besonders viel einfallen, um unsere Schüler optimal zu fördern:
- Wir wenden besondere Lernmethoden an und arbeiten mit besonderen Lernmitteln.
- Wir haben besonders kleine Klassen (mit 7 - 12 SchülerInnen), in denen meistens 2 LehrerInnen gleichzeitig unterrichten.
- Außerdem lassen wir uns besonders viel Zeit, nämlich für jeden genau so viel, wie er braucht.
Kurz gesagt: Wir sind eine ganz besondere Schule (viele sagen: eine Sonderschule).
Die Schule Oberwiese ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung".
Das heißt für uns:
Jeder Mensch ist besonders. Er hat Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen. Es gibt schnelle und langsame, eilige und bedächtige, genügsame und anspruchsvolle, große und kleine, krabbelnde und laufende, stille und laute Menschen. Durch die Vielfalt der Besonderheiten erhält unsere Gemeinschaft ihren Reichtum. Wir wollen die Verschiedenheit unserer Schüler achten, einen jeden in seiner Persönlichkeit stärken im Miteinander, nicht im Gegeneinander. Wir wollen zu gegenseitiger Achtung erziehen. Alle Menschen brauchen Bestätigung, Ermunterung und Anerkennung ihrer Leistung. Wenn wir erbrachte Leistungen nicht vorrangig vergleichend betrachten, gelingt es eher, individuelle Leistungen zu würdigen.
Und diese Konsequenzen ziehen wir daraus für das Leben und Lernen in unserer Schule:
Wir bilden gemischte Klassen und nutzen die Chancen der Andersartigkeit als Ergänzung:
- schnelle Schüler lernen zu warten, langsame lernen, sich zu beeilen,
- genügsame lernen, auf ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen, anspruchsvolle lernen, nicht nur auf ihre Befindlichkeit zu achten,
- große kleben das Bild oben ans Fenster, kleine schmücken die Fenster unten.
Neben fachorientierten Lehrgängen arbeiten wir in Vorhaben und Projekten, in denen jeder Schüler Aufgaben leisten kann, die seinem persönlichen Entwicklungsstand entsprechen. Nicht alle lernen das Gleiche. Jeder soll lernen, was für ihn bedeutsam ist, um sein Leben selbstverwirklicht und selbständig in unserer Gemeinschaft leben zu können.
Wir erstellen individuelle Förderpläne und geben den Schülern und ihren Eltern durch unsere Zeugnisse eine detaillierte Auskunft über die Lernentwicklung.
Wir sehen uns der Integration behinderter Menschen verpflichtet und meinen sie umfassend, in der Schule, im häuslichen Umfeld, in der Arbeitswelt, in der Freizeit.
Auf Schule bezogen meinen wir, dass alle Kinder miteinander in allgemeinen Schulen lernen sollten. Jedes einzelne sollte dabei einen Rahmen vorfinden, der seine besonderen Lernvoraussetzungen angemessen berücksichtigt. Wenn dies im Gemeinsamen Unterricht gewährleistet wird, befürworten wir ihn, wenn es nicht gewährleistet werden kann, ist die Förderschule die richtige Wahl.
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