Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation
Schule Oberwiese

Die Löwenklasse zeigt Gefühle!

Einmal in der Woche können die Schülerinnen und Schüler auf dem Stundenplan dieses Symbol lesen:


Es ist das Symbol für FAUSTLOS.

Bereits im Vorschulalter sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sozial und emotional kompetent zu reagieren. Auch Kinder mit einer geistigen Behinderung können emotionale und soziale Kompetenzen erlernen. Die Entwicklung verläuft jedoch verlangsamt und bedarf an speziellen Übungen und differenzierten Herangehensweisen.

Das Konzept FAUSTLOS besteht aus drei Einheiten:
1. Empathieförderung
2. Impulskontrolle
3. Umgang mit Wut und Ärger

Alle drei großen Einheiten bestehen aus einzelnen Lektionen, die aufeinander aufbauen. Die Löwenklasse hat zunächst die erste Einheit “Förderung der Empathiefähigkeit” behandelt. Die Schülerinnen und Schüler sollten lernen, die Gefühle Freude, Traurigkeit und Wut zu benennen, wenn ihnen entsprechende verbale und körperliche Zeichen gezeigt werden.

Damit alle Schülerinnen und Schüler zunächst das Wort FAUSTLOS verstehen, haben wir dazu eine passende Gebärde eingeführt.

Hand zu einer Faust schließen und die Faust öffnen

Im Rahmen einer großen Reihe, die über ein ganzes Schuljahr zum Thema “Umgang mit Gefühlen” durchgeführt wurde, haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, welche Gefühle es gibt, diese Gefühle bei anderen Menschen anhand verschiedener verbaler und körperli-cher Anzeichen zu erkennen, eigene Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.

Für eine Übersicht der Unterrichtsreihe zum Thema “Gefühle” (Lektion 1 der Einheit “Empathieförderung”) klicken sie bitte hier.

Bevor der Unterricht beginnen konnte, wurde ein Lied über Gefühle gesungen. “Wenn ich fröhlich bin, dann….” Die Schülerinnen und Schüler lernten zu den Gefühlen “fröhlich”, “wütend”, “traurig” und “ich weiß nicht” passende Gebärden, was besonders für die nichtspre-chenden Kinder der Klasse wichtig ist.

Nach unserem Lied wurde eine Gefühlerunde durchgeführt. Mit Hilfe einer eigenen Gefühleuhr, die im Unterricht gebastelt wurde, lernten die Schülerinnen und Schüler ihre Gefühle zu verbalisieren.

Enrico nimmt sich seine Gefühle-Uhr vom Tisch, erzählt uns, dass er fröhlich ist und stellt die Uhr auf die entsprechende Abbildung.

Nachdem Enrico seine Uhr gestellt hat, fragt er Frau Meth, unsere Integrationshelferin, wie es ihr geht.

Unsere nicht-sprechenden Schülerinnen und Schüler gaben ihren Mitschülern die Uhr in die Hand als “Symbol” für die Frage “Wir geht es dir”.

Zwischen den Schülerinnen und Schülern fand ein hohes Maß an Kommunikation statt. Im Laufe der Unterrichtsreihe steigerte sich das Interesse an den Gefühlen der Mitschüler und Erwachsenen.